Neptune DX Plattform

SAP Mobile Apps lassen sich mit verschiedenen Tools realisieren. Am schnellsten können Fiori Apps zur Zeit mit der Neptune Digital Experience Platform (DXP) erstellt werden.

SAP Mobile Apps mit der Neptune Plattform

Neptune Software bietet mit der DXP eine führende Low-Code und ABAP basierte Entwicklungsplattform, die hilft, Geschäftsprozesse und Benutzeroberflächen zu modernisieren und zu optimieren. Das gesamte Geschäftsumfeld wird vereinheitlicht mit den Vorteilen einer preisgekrönten Fiori UX (User Experience) und einer universellen Backend-Integration dargestellt. Zeit- und Kostenaufwand für Design, Erstellung, Integration, Bereitstellung und Wartung von Anwendungen wird drastisch reduziert – über Desktop-, Mobil- und Offline-Umgebungen hinweg.

Bei der Neptune Plattform handelt es sich um ein von SAP zertifiziertes AddOn, das eine vollständige Umgebung für die Entwicklung, Verwaltung, Auslieferung und das Monitoring von Fiori Apps liefer.

Dabei sind für die Entwicklung von Fiori Apps auf der Neptune DXP (im Folgenden Neptune Apps) weder ein SAP Gateway, noch tiefgreifende Kenntnisse in SAPUI5 notwendig.

Bei der Entwicklung von Neptune Apps können Sie in großem Maße auf Ihr vorhandenes ABAP Knowhow setzen und die Mobilisierung Ihrer Prozesse weiter beschleunigen.

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Die Vorteile auf einen Blick

  • SAP Gateway ist nicht notwendig
  • funktioniert unter Android, iOS und Windows Phone
  • beinhaltet nativen Offline Support
  • Zugriff auf Gerätefunktionen wie z.B. Barcode Scanner
  • Drag’n’Drop Editor
  • massive Beschleunigung der Entwicklung
  • erfordert nur geringe SAPUI5 Kenntnisse

SAP Fiori Apps mit Neptune entwickeln

Das Hauptwerkzeug des AddOns ist der Neptune Application Designer (NAD). Dabei handelt es sich um eine Entwicklungsumgebung für HTML5-Webanwendungen mit Verbindung zum SAP.

Wie im SAP üblich, erreichen Sie diese Entwicklungsumgebung über dieTransaktion (/NEPTUNE/DESIGNER). Wer hier eine hauptsächlich Code-basierte Umgebung erwartet, der irrt. Der NAD ist ein fast vollständig auf Drag & Drop basierendes Interface, das eine sehr komfortable Umsetzung der Apps ermöglicht.

So ist es nicht notwendig, komplexe HTML Seiten zu bauen. Stattdessen lassen sich Apps bequem über eine hierarchische Baumstruktur abbilden. Die einzelnen User Interface Elemente können einfach angeordnet und schnell restrukturiert werden. Sie verfügen über sog. Properties, die ihr Verhalten und Aussehen steuern.

Die Anwendungslogik wird in ABAP implementiert und mit Hilfe einer Application Class (Controller) für die App bereitgestellt. Die Zuordnung der Daten erfolgt über eine Datenbindung ähnlich der von WebDynpro. Einen kleinen Einblick in die Entwicklung mit dem NAD erhalten Sie über unser Tutorial für Hello World.

Voraussetzungen

Die Neptune Plattform bietet viele Vorteile. Neben dem Low-Code-Ansatz im Drag & Drop Editor gibt es jedoch einen Punkt, der gegenüber SAP Fiori im Standardansatz besticht. Für SAP Fiori ist nicht nur ein Gateway, sondern auch ein recht aktueller Netweaver ABAP Stack notwendig. Dieses Problem löst Neptune auf. Für die Verwendung der Neptune Plattform ist lediglich ein Netweaver ABAP 7.0 und ein konfigurierter Internet Connection Manager (ICM) notwendig – mehr nicht.

Sind diese Voraussetzungen erfüllt, kann direkt mit der Entwicklung von Fiori-like Applikationen gestartet werden. Für eine zusätzliche Absicherung empfiehlt sich der Einsatz eines Reverse Proxys und einer Firewall. Diese sind allerdings nicht explizit für die Verwendung von Neptune notwendig.

Fiori Apps offline verfügbar machen

Dass für Neptune Apps kein SAP Gateway notwendig ist, wissen Sie bereits, doch die Neptune Platform hat noch einen weiteren großen Vorteil:

Sie verfügt über einen weitreichenden Support für Offline-Szenarien. Mobil offline zu arbeiten mag im ersten Moment abwegig klingen – erst recht im SAP Kontext – doch es gibt eine Vielzahl von Situationen, in denen das immer wieder notwendig ist. So z. B. in der Instandhaltung oder im Außendienst.

Hier ist es in vielen Fällen praktisch unmöglich, eine hundertprozentige Netzabdeckung zu gewährleisten. An dieser Stelle kommt Neptune ins Spiel. Damit können Anwendungen selbstständig arbeiten und synchronisiert werden, sobald das Gerät wieder Zugang zum WLAN hat.

Gerätefunktionen

Die Einsatzmöglichkeiten von Neptune lassen sich noch weiter fassen. In Lager, Logistik und Instandhaltung sind Nutzer oft auf Barcode Scanner angewiesen. Diese Geräte sind sehr kostspielig. Mit der Neptune Plattform besteht die Möglichkeit, die integrierte Kamera des Smartphones als Barcode Scanner zu verwenden. Das erleichtert die Eingabe von Daten und Zahlen. Durch die Integration in Android und iOS ist auch eine Spracheingabe möglich. Da hier allerdings die Funktion des Telefons verwendet wird, ist dafür eine Internetverbindung nötig.
Andere Use Cases, in denen Gerätefunktionen notwendig sind, sind z.B. der Zugriff auf Telefonkontakte, GPS-Daten, Fotos oder auf dem Gerät befindliche Dateien.

Neptune Apps verwalten

Für die Verwaltung von Fiori Apps der Neptune Platform steht Ihnen eine eigene Transaktion zur Verfügung: der Neptune Application Manager (/NEPTUNE/NAM). Hier können Sie Kacheln wie bei Fiori mit Hilfe von Rollen aussteuern. Sie können auch ein zusätzliches Launchpad anlegen und dieses dieses mit den entsprechenden Apps bestücken.

Neptune UX Platform Apps

App Templates

SAP bietet mit der Fiori App Library eine Vielzahl von Applikationen zum Download. Auch die Neptune Software hat ein solches Portfolio. Das Umfasst zwar bei weitem keine 10.000 Anwendungen, bietet dafür aber auch Apps aus Business-Bereichen, auf die sich SAP nicht fokussiert. So gibt es z. B. Applikationen aus der Instandhaltung und der Logistik, die wir in der Fiori App Library von SAP vergeblich suchen. Viele der von Neptune angebotenen Applikationen verfügen dabei auch schon über Offline-Funktionalitäten

Erweiterungskonzept

Das Erweiterungskonzept kommt dem Entwickler an vielen Stellen zugute. Auf der einen Seite können so fertige Template-Apps von Neptune direkt erweitert werden. Auf der anderen Seite bietet diese Art der Erweiterung die Möglichkeit eines eigenen Template-Ansatzes für Applikationen. Frei nach dem 1-1-3 Prinzip (1 User, 1 Use Case, max. 3 Screens) kann eine Applikation schnell und einfach für Spezialfälle erweitert werden. Dabei bleibt die Grundfunktionalität gegeben. Wird die Haupt-App verändert, ändern sich alle Apps mit, die von ihr erben. So kann nicht nur eine sehr gute auf den User zugeschnittene User Experience (UX) gewährleistet werden, die Apps lassen sich auch einfacher warten.

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Integration mit Standard SAP Fiori

Eine Frage, die immer wieder in Gesprächen auftaucht, ist die nach der Integration mit dem SAP Standard. „Kann ich Neptune und SAP Fiori gemeinsam benutzen?“, „Verbaue ich mir dann den Weg zum Standard?“. Diese Fragen sind mehr als berechtigt. Ja, die Neptune Platform lässt sich zusammen mit Standard Fiori nutzen. Nein, Sie verbauen sich den Weg für den Standard nicht. Das Neptune Launchpad ist in der Lage auch Fiori Kacheln aufzunehmen. Wichtig dabei ist, dass für die Verwendung dennoch die Fiori Standardarchitektur verhanden sein muss. Um ein Gateway kommen Sie also nicht herum. Auch ein Export-Import einer Neptune App in die SAP Cloud Platform ist möglich. Damit stehen alle Wege für einen Parallelbetrieb offen. Frei nach dem Motto: „Das richtige Tool für den UseCase“.

Das Lizenzmodell

Für den produktiven Einsatz der Neptune Platform sind Lizenzen notwendig. Diese sind vier Kategorien unterteilt:

  • Platform Lizenz (1x)
  • Enduser Lizenzen
  • Lizenzen für die externe Nutzung (unbegrenzt)
  • Enterprise Lizenz (unbegrenzt)

Zusätzlich zu den Erwerbskosten fallen jährlich 20% des Einkaufspreises als Wartungskosten an. Dafür sind Updates und damit verbundene neue Features kostenlos.

Sie sind Entwickler und wollen mehr über die Entwicklung mit dem Neptune Application Designer erfahren? Vielleicht interessiert Sie dann auch unsere Entwickler-Schulung.


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3 Kommentare zu "Neptune DX Plattform"

S. Eckhausen - 13. Oktober 2015 | 11:36

Sie schreiben, mit NAD könnten mobile HTML5-Anwendungen realisiert werden und geben SAPUI5 als Beispiel an. Ist das die von Ihnen präferierte Art, mobile SAP Apps zu erstellen? Welche anderen Varianten wären noch denkbar?

Antworten
Martin Müller - 13. Oktober 2015 | 12:03

Hallo Herr Eckhausen,
ja, bei der Erstellung von Apps im SAP-Umfeld setzen wir auf das SAP eigene Framework SAPUI5. Mit diesem Framework lassen sich die Apps als Webseiten im responsive Design, z.B. mit den Entwicklungsumgebung NAD oder der SAP Web IDE, erstellen. Diese können dann im Webbrowser oder gekapselt als App auf dem mobilen Endgerät laufen.
Alternativ können die Apps auch nativ, also für ein bestimmtes Betriebssystem in der dafür vorgesehenen Sprache entwickelt werden. Der Nachteil der nativen Apps ist, dass diese für eine spezifische Version des jeweiligen Betriebssystems geschrieben werden und es somit bei Updates zu Problemen kommen kann.

Antworten
Manuel Herbert - 30. Oktober 2015 | 15:04

Guten Tag,

wie genau (Aufwand, Dauer) muss ich mir die Integration des Application Designers in mein bestehendes SAP-System vorstellen?

Gruß, M. Herbert

Antworten

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