Tobias Schießl
7. Januar 2020

Simplifier

Low-Code-Plattformen gelten als ideales Mittel, um die Digitalisierung in Unternehmen voranzubringen. Für große Betriebe eignet sich besonders die Plattform Simplifier. Mit ihr lassen sich viele Apps ohne aufwendige Entwicklungs-Projekte in kurzer Zeit erstellen. Firmen sparen dadurch nicht nur Ressourcen, sondern optimieren ihre Prozesse entscheidend. Zudem sind sie in der Lage, neue digitale Geschäftsmodelle zu entwickeln.

Die Herausforderung mit der Digitalisierung

Die Digitalisierung erfasst die Wirtschaft immer mehr und bringt in den meisten Fällen viele Vorteile mit sich. Zugleich bemerken Verantwortliche einen weiteren Effekt: Innovationsdruck.

Indem Unternehmen ihre Prozesse immer weiter digitalisieren, verbessern sie diese stetig und bringen dadurch schneller innovativere Produkte auf den Markt. Um konkurrenzfähig zu bleiben, müssen Wettbewerber ihre Prozesse ebenfalls voranbringen. Viele Betriebe vernetzen ihre Maschinen deshalb zunehmend und entwickeln neue Applikationen für ihre Geschäftsprozesse.

Auch ohne IT-Spezialisten individuelle Prozesse optimieren

Firmen, die ihre Prozesse ohne großen Entwicklungsaufwand digitalisieren wollen, greifen dabei häufig auf fertige Software-Lösungen zurück. Diese können ein geeignetes Mittel sein, um Standardabläufe abzudecken. Werden Prozesse jedoch individueller, kommen fertige Lösungen schnell an ihre Grenzen.

Für die unkomplizierte Entwicklung firmeneigener Anwendungen eignen sich Low-Code-Plattformen wie Simplifier. Verantwortliche lösen mit ihnen 2 grundsätzliche Herausforderungen: Zum einen sind gut ausgebildete IT-Kräfte sehr begehrt und immer schwieriger auf dem Arbeitsmarkt zu finden. Zum anderen frisst die Entwicklung individueller Anwendungen unglaublich viel Zeit.

In diesem Webinar erfahren Sie mehr zum Thema Low-Code im Fiori-Umfeld und erhalten Best Practices mit der Plattform Simplifier.

Low-Code-Plattformen stellen Nutzern jedoch einfache Werkzeuge zur Verfügung, mit denen sie Apps mit vergleichsweise geringen Programmierkenntnissen anfertigen können.  Somit werden bereits einzelne Fachabteilungen in die Lage versetzt, geeignete Anwendungen zu einem Großteil selbst zu erstellen. Dies ist auch deshalb sinnvoll, weil Mitarbeiter aus den Fachbereichen die Individualitäten der jeweiligen Prozesse besser kennen als Entwickler.

Indem die Abteilungen ihre Apps selbst erstellen, werden Missverständnisse in der Absprache zwischen ihnen und der IT-Abteilung von Beginn an vermieden. Zugleich hält sich der individuelle Entwicklungsaufwand mit Low-Code-Plattformen in Grenzen, sodass Betriebe neue Anwendungen schnell und weitestgehend ohne IT-Spezialisten anfertigen können. Durch die Entwicklung mit Low-Code-Plattformen sparen Entwickler Zeit für wichtigere Projekte.

Low Code, nicht No Code

Low Code bedeutet nicht, dass Anwender komplett auf eine eigenständige Programmierleistung verzichten können. Auch solche Lösungen stehen Unternehmen auf dem Markt zur Verfügung – sie werden als No-Code-Plattformen bezeichnet.

Low-Code Plattformen

Wie viel Programm-Code Nutzer einer Low-Code-Plattform selbst anfertigen müssen, hängt vom jeweiligen Projekt ab. In einer Vielzahl der Fälle können sie Anwendungen zu rund 80 % ohne Programmierkenntnisse erstellen. Zumeist bauen Entwickler jedoch Spezialfälle mit einem individuellen Programm-Code in eine App ein. Bei Simplifier ist es beispielsweise von Vorteil, Grundkenntnisse in der Webentwicklung (genauer: HTML5 und JavaScript) zu besitzen.  

Simplifier – die Grundlage der Digitalisierung

Zu den bekanntesten Low-Code-Plattformen auf dem Markt gehört Simplifier. Neben reinen Business-Anwendungen können Nutzer mit der webbasierten Umgebung auch IoT-Apps (Internet-of-Things-Apps) anfertigen. Solche Lösungen dienen unter anderem zur Vernetzung von Anlagen, Maschinen und mobilen Endgeräten.

IoT-Apps von Simplifier haben den Vorteil, dass sie sich generell ohne viel Aufwand an andere Systeme anschließen lassen. Neben vorhandenen IT-Systemen sind das zum Beispiel Datenbanken oder Anlagen mit einer Datenkommunikations-Schnittstelle. Als Entwicklungsbasis von Simplifier dienen Applikationsvorlagen, die Anwender immer wieder an andere Prozesse anpassen können. Somit kann nahezu jedes Unternehmen seine Prozesse verbessern. Zudem können Anwender auch SAP-Apps entwickeln, weil die Plattform Teil des SAP-Universums ist. Simplifier ist eine webbasierte Lösung. Daher brauchen Nutzer für die App-Entwicklung folgende 3 Dinge:

  1. Einen Internetzugang
  2. Ein browserfähiges Endgerät
  3. Eine Simplifier-Instanz
Simplifier Prototyp

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Funktionalitäten

Der Nutzer erstellt mit dem UI Designer intuitive Benutzeroberflächen. Dafür platziert er einfach per Drag & Drop die Widgets (vorkonfigurierte Elemente). Diese sind unter anderem Tabellen oder Buttons. Simplifier bietet Vorlagen an, Nutzer können aber auch eigene Widgets erstellen. Eine weitere Funktion ist das Modulfeature. Hier erstellt der Anwender Module, die er danach auch in anderen Applikationen verwenden kann. Unter Modulen befinden sich unter anderem Checklisten oder Dashboards.

Mithilfe des Process Designers erstellt der Anwender Navigationsschritte sowie Prozesslogiken. Die User Stories definieren dabei wiederverwendbare Prozesse. Diese können von mehreren Entwicklern bearbeitet werden. Anwender können also parallel in mehreren Teams Apps entwickeln.

Konnektoren verbinden das eingesetzte System mit dem Backend.  Simplifier stellt dafür unterschiedliche Konnektor-Typen zur Auswahl bereit. Ein weiterer wichtiger Bestandteil ist das das Testing. Simplifier testet die Anwendung und stellt eine Preview bereit.

Dadurch, dass Simplifier kein Vendor Lock-In hat, können Nutzer offene Webstandards nutzen, externe Cloud-Services integrieren und die Kernfunktionalitäten durch Plugins erweitern. Echtzeit-Updates und Over-the-Air erleichtern die Wartung. Zudem können Änderungswünsche ständig, schnell und flexibel vorgenommen werden. Die hohe Integrationsflexibilität der Low-Code-Plattform sichert bereits getätigte Investitionen in allen Systemen und Datenquellen.

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In 5 Schritten zur eigenen App

Über Simplifier erstellen Anwender in folgenden 5 Schritten ihre eigene App:

Konnektor-Auswahl

Zuerst wählen Nutzer einen Konnektor über die Eingabemaske der Plattform aus. Über den ausgewählten Konnektor greift die fertige App später auf die Backend-Systeme und Datenquellen zu.

Design

Simplifier stellt Nutzern vorgefertigte Elemente zur Verfügung, mit denen sie die Nutzeroberfläche ihrer Anwendung designen können. Zu diesen Elementen zählen zum Beispiel Aktions-Leisten oder eine Header-Bar. Die vorgefertigten Design-Elemente sorgen für ein einheitliches Erscheinungsbild der verschiedenen Apps, wodurch sich auch die User Experience verbessert.

Prozesskonfiguration

Hierfür eignet sich der Process Designer. Dieses Tool verfügt über ein Process Dashboard, in dem Entwickler wiederverwendbare Prozesse beschreiben. Daher sind Anwender imstande, Prozesslogiken grafisch zu modellieren und in die App zu integrieren.

Testphase

Im vierten Schritt analysiert der Nutzer die App entweder im Simplifier Mobile Client oder in einem Webbrowser. So erkennt er nicht nur Fehler, sondern stellen auch sicher, dass die Anwendung auf jedem Endgerät funktioniert.

Veröffentlichung

Zuletzt müssen Entwickler die Applikation nur noch veröffentlichen. Simplifier beinhaltet ein Transportsystem, das die Anwendung ins Produktivsystem überstellt. Dafür erstellen Nutzer eine Transport-Datei und laden sie direkt in die Produktivinstanz. Im Anschluss kann jeder autorisierte Mitarbeiter auf die neue App zugreifen.

Mehr als nur eine Entwicklungsplattform

Simplifier bietet Anwendern mehr als nur reine Softwareerstellung. Die Low-Code-Plattform deckt zudem das gesamte Spektrum eines Application Lifecycle Managements (kurz: ALM) ab. ALM umfasst die Kontrolle aller Phasen, die eine Software im Laufe ihrer Lebensdauer durchläuft. Es beinhaltet folgende Phasen:

  1. Anforderungsphase: In der ersten Phase wird der Bedarf ermittelt und die Bestandteile der App festgelegt.
  2. Konzeptionsphase: Die zweite Stufe übersetzt die erste Phase in Funktionalitäten und definiert die benötigte Architektur.
  3. Entwicklungsphase: Hier werden die App und Architektur umgesetzt.
  4. Qualitätssicherungsphase: Diese Phase überprüft alle Testszenarien. Bei möglichen Fehlern findet eine Rückkoppelungsphase statt.
  5. Product-Release Phase: Die Anwendung wird live geschaltet und veröffentlicht.
  6. Wartungs- und Optimierungsphase: Die letzte Phase ist eigentlich nie abgeschlossen, da die App ständig (und meist im Hintergrund) optimiert und aktualisiert wird.
Das Application Lifecycle Management begleitet eine Anwendung von Anfang an

Abbildung 1: Das Application Lifecycle Management begleitet eine Anwendung von Anfang an (Quelle: Simplifier)

Von der Erstellung über die Verwaltung bis hin zur Wartung: ein vollständig integriertes ALM begleitet eine Anwendung vom Anfang bis zum Ende. Es behandelt und kombiniert die Entwicklung und den Betrieb einer App gleichermaßen.

Fazit

Mit Low-Code-Plattformen wie Simplifier verkürzen Unternehmen die Entwicklungszeit von neuen Apps und treiben damit die Digitalisierung voran. Weil bereits Verantwortliche aus den Fachabteilungen neue Anwendungen zu einem Großteil selbst entwerfen können, sind diese in der Regel besser an die jeweiligen Prozesse angepasst.

Dennoch müssen Unternehmen vor der Einführung einer Low-Code-Plattform beachten, dass sie nicht komplett auf eine eigenständige Programmierleistung verzichten können – oft bilden Entwickler zum Beispiel Spezialfälle mit einem individuellen Code in der App ab. In den meisten Fällen können Nutzer die Anwendung jedoch bereits zu 80 % über eine Low-Code-Plattform ohne Programmierkenntnisse erstellen.

Zu den meist genutzten Low-Code-Umgebungen gehört Simplifier. Sie eignet sich nicht nur dazu, reine Business-Apps anzufertigen. Auch IoT-Apps, mit denen Anlagen oder mobile Endgeräte vernetzt werden, lassen sich über Simplifier anfertigen.

Um eine neue Anwendung zu entwickeln, müssen Nutzer 5 Schritte beachten – da die individuelle Programmierung dabei entfällt, reduziert sich die Entwicklungszeit in vielen Fällen um das zehnfache.

Haben Sie Interesse an Simplifier? Wir bieten Ihnen eine Simplifier Basics Schulung an, in der Sie die Basics der Low-Code-Plattform kennenlernen. Wir freuen uns über Ihren Kontakt.

Tobias Schießl

Tobias Schießl

Mein Name ist Tobias Schießl und ich bin begeisterter SAP Consultant im Bereich Mobility. Gerne unterstütze ich Sie bei den Themen mobile Infrastrukturen und App-Entwicklung mit SAPUI5 oder Neptune.

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