Virtual Reality

Virtual Reality (VR) ist den meisten Menschen ein bekannter Begriff, vor allem, wenn er in dem Kontext Videospiele gebraucht wird. Doch die virtuelle RealitĂ€t wird nicht nur in Spielen verwendet – auch Untenehmen profitieren davon. Dabei kann Virtual Reality in den unterschiedlichsten Bereichen eines Unternehmens eingesetzt werden.

Dieser Beitrag grenzt drei Begriffe computergenerierter RealitÀten voneinander ab, klÀrt den Bezug zu Unternehmen und geht zudem auf ihre Möglichkeiten und Einsatzgebiete ein.

Abgrenzung zu anderen RealitÀten

Virtual Reality, Augmented Reality (AR) und Mixed Reality (MR) – auch wenn die Begriffe Ă€hnlich klingen und sie alle Arten von computergenerierter RealitĂ€t beschreiben, sind sie recht unterschiedlich. Wie in Abbildung 1 veranschaulicht, kommt AR der RealitĂ€t am nĂ€chsten und VR ist am weitesten davon entfernt. MR stellt eine Kombination der beiden dar und liegt daher dazwischen.

AR, MR und VR im Vergleich

Abbildung 1: AR, MR und VR im Vergleich

Augmented Reality

Bei Augmented Reality wird die RealitĂ€t meist mithilfe der Kamera eines Smartphones erweitert. Dabei spielt die Kamera digitale Elemente in einer live-Ansicht ein. Bekannte Beispiele fĂŒr AR sind Snapchat-Filter und das Spiel PokĂ©mon Go. Der Nutzer sieht also seine tatsĂ€chliche Umgebung und es werden lediglich computergenerierte Informationen auf dem Smartphone-Bildschirm angezeigt.

Mixed Reality

Bei Mixed Reality setzt der Anwender eine Brille auf, die seine Umgebung, erweitert durch digitale Elemente, anzeigt. Der Unterschied zu AR liegt nicht nur in der Brille, sondern auch darin, dass die eingespielten digitalen Objekte der Umwelt angepasst sind. In MR ist es also möglich, mit physikalischen oder digitalen Umgebungen und Objekten zu interagieren und diese zu manipulieren. Die Konzepte der realen und digitalen Welt werden bei MR aufgelöst. In AR ist dies nicht möglich, da die digitalen Elemente nicht der wahren Umgebung angepasst sind.

Virtual Reality – eine digitale Welt

Der Begriff „Virtual Reality“ existiert seit dem 19. Jahrhundert. Die Grundidee dahinter sind 360-Grad-Panoramabilder, die das Sichtfeld des Nutzers voll ausfĂŒllen und ihm die Illusion vermitteln, im Geschehen der Bilder zu sein. Die erste VR-Maschine wurde von dem Filmemacher Morton Heilig im Jahr 1956 erfunden. Seine Erfindung nannte er „Sensorama“. Heilig kombinierte mehrere Technologien, um alle Sinne zu stimulieren: ein dreidimensionales Video, Audio, Vibrationen, Geruch und atmosphĂ€rische Effekte wie Wind. Das „Sensorama“ sollte das Kino der Zukunft werden, doch es wurden lediglich sechs Kurzfilme dafĂŒr entwickelt.

Ähnlich wie die Panoramabilder und das „Sensorama“ soll Virtual Reality dem Nutzer heutzutage Einblicke in fremde Umgebungen ermöglichen. Der Unterschied liegt in dem Medium, das die Szene vermittelt. Durch die technologische Entwicklung wird diese nun mithilfe von Computern generiert.

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Die computergenerierte Welt wird auf GroßbildleinwĂ€nden, in speziellen RĂ€umen oder mithilfe von VR-Brillen in eine dreidimensionale Szene ĂŒbertragen. Damit sich der Nutzer noch mehr in die virtuelle Welt hineinversetzen kann, wird hĂ€ufig auch Ton eingespielt. Die VR erschafft somit eine interaktive, digitale Umgebung. Im Unterschied zu AR und MR sieht der TrĂ€ger seine reale Umgebung nicht und ist vollkommen in die digitale Welt eingetaucht.

Die Einsatzgebiete von Virtual Reality sind sehr breit gefĂ€chert. Egal, ob im MilitĂ€r, beim Sport, in den Medien oder der Bildung – Virtual Reality kann beinahe ĂŒberall eingesetzt werden. UnabhĂ€ngig vom Verwendungsgebiet produziert Virtual Reality DatensĂ€tze, die dann zur Entwicklung von neuen Modellen, Trainingsmethoden und Interaktionen verwendet werden. In vielerlei Hinsicht sind die Möglichkeiten einer VR nahezu endlos.

VR-Brillen

Virtual-Reality-Brillen sind die wohl bekannteste Methode, um eine virtuelle RealitĂ€t herzustellen. Der Nutzer setzt sich hierbei eine geschlossene Brille auf, in die ein Bildschirm integriert ist. Das Display hat eine sehr hohe Auflösung. Ohne diese wĂ€re der TrĂ€ger durch die geringe Distanz zum Bildschirm in der Lage, die Pixel zu zĂ€hlen. Der Blickwinkel der Brille ist groß genug, um dem Nutzer das GefĂŒhl zu geben, in einer anderen Welt zu sein.

Durch die geschlossene Brille hat der Nutzer keine Möglichkeit, seine tatsÀchliche Umgebung zu sehen. Stattdessen zeigt ihm der Bildschirm dreidimensionale, virtuelle Inhalte, die sich den Bewegungen des TrÀgers anpassen. Wenn der Anwender also nach rechts schaut, bewegt sich das Bild mit ihm. Dies funktioniert durch die sogenannte Tracking-Technologie (auch Positionserfassungssystem).

VR-Brillen ermöglichen Ihnen, eine andere Welt zu sehen

Abbildung 2: VR-Brillen ermöglichen Ihnen, eine andere Welt zu sehen

Virtual Reality in Unternehmen

Durch Virtual Reality lassen sich auch Produktions- und GeschĂ€ftsprozesse effektiver umsetzen. Das fĂŒhrt unter anderem zu einer Aufwandserleichterung fĂŒr Mitarbeiter sowie zu einer Zeit- und Kostenersparnis. Auch Kunden profitieren von VR – sie können in einer virtuellen RealitĂ€t beispielsweise Produkte testen.

Arbeitserleichterung

Oft werden VR-Brillen zum reinen VergnĂŒgen verwendet. So können sich Besitzer solcher Brillen dort 360°-Videos ansehen. Die Brillen dienen aber auch der Arbeitserleichterung, indem sich beispielsweise Arbeitskollegen in einem virtuellen Raum treffen und gemeinsam an einem Projekt arbeiten können. Zudem simuliert VR MaschinenablĂ€ufe sowie Optimierungen von Wartungs-, Aufbau-, Installations- und Bedienungsanleitungen. Experten begutachten GerĂ€te dreidimensional sowohl von außen als auch von innen, ohne dass sie dabei vor Ort sein mĂŒssen.

Arbeitssicherheit und -schutz

Virtual Reality kann auch dazu beitragen, die Sicherheit eines Unternehmens zu verbessern. Virtuelle RealitĂ€ten bilden zum Beispiel komplexe Anlagen ab, damit Mitarbeiter in der Lage sind, vorab den sichersten Weg kennenzulernen. Außerdem testen Unternehmen an simulierten Arbeitsanweisungen die möglichen Risiken und GefĂ€hrdungen.

Schulungen und Training

Virtuelle Simulationen erleichtern auch die Ausbildung neuer Mitarbeiter. Ein gutes Beispiel sind Flugsimulatoren fĂŒr angehende Piloten. Auszubildende lernen hier aus VR-AblĂ€ufen eines Take-Offs sowie einer Landung und eignen sich die korrekten Verhaltensweisen in Notsituationen an.

Bevor angehende Piloten in einem Flugzeug sitzen, lernen sie die AblÀufe in Flugsimulatoren kennen

Abbildung 3: Bevor angehende Piloten in einem Flugzeug sitzen, lernen sie die AblÀufe in Flugsimulatoren kennen

Unternehmen, die sich auf Customer Service spezialisieren, können ihre Mitarbeiter mithilfe von VR auf herausfordernde Situationen vorbereiten. Eine virtuelle RealitĂ€t versetzt beispielsweise VerkĂ€ufer in eine Simulation, die Emotionen hervorruft. Das Unternehmen kann dann den VerkĂ€ufern beibringen, wie sie mit diesen GefĂŒhlen in angemessener Weise umgehen können. Diese lernen so die richtigen Verhaltensweisen in bestimmten Situationen kennen und steigen gefasster und sicherer in den Berufsalltag ein.

Kundenfokus

Kunden sind mithilfe von VR in der Lage, bestimmte Produkte zu testen und können somit einen potenziellen Kauf besser abwĂ€gen. So bieten manche Automarken ihren potenziellen KĂ€ufern beispielsweise an, sich das Auto vor dem Kauf von innen und außen virtuell anzuschauen. Auch Hotels nutzen Virtual Reality, um ihren Kunden die RĂ€umlichkeiten des Hotels sowie die Umgebung zu zeigen.

Augmented und Virtual Reality im Unternehmenskontext

Augmented und Virtual Reality im Unternehmenskontext

In Unternehmen werden Augmented und Virtual Reality und die entsprechende Hardware immer populĂ€rer. Hier fahren Sie mehr ĂŒber die Vorteile, Einsatzgebiete und Potenziale.

VR eröffnet Unternehmen also neue Möglichkeiten, um ihre Produkte und Dienstleistungen zu prĂ€sentieren und sich ĂŒber das Kundenverhalten zu informieren. Obwohl die meisten Menschen ein Produkt gerne in den HĂ€nden halten, um ein richtiges GefĂŒhl dafĂŒr zu bekommen, ist Virtual Reality fĂŒr einen ersten Eindruck gut geeignet. Die erste Meinung zu einem Produkt stellt schließlich einen wichtigen Beitrag zur Kaufentscheidung dar.

Die Zukunft der Virtual Reality

Zu den Anwendungsbereichen von Virtual Reality gehören beispielsweise Schulungen, Wartung und Produktion, der Customer Service oder Produkttests. Durch die stetige Digitalisierung unserer Gesellschaft ist es nur eine Frage der Zeit, bis Virtual Reality auch in anderen Anwendungsbereichen zu finden sein wird. Wenn Sie sich noch weiter informieren möchten, lesen Sie sich gerne unsere BeitrĂ€ge zu Augmented und Mixed Reality durch. Wenn Sie Fragen haben, freuen wir uns ĂŒber Ihren Kontakt.

Tobias Schießl

Tobias Schießl

Mein Name ist Tobias Schießl und ich bin begeisterter SAP Consultant im Bereich Mobility. Gerne unterstĂŒtze ich Sie bei den Themen mobile Infrastrukturen und App-Entwicklung mit SAPUI5 oder Neptune.

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2 Kommentare zu "Virtual Reality"

David Schröder - 17. Februar 2020 | 15:14

Auf welchen EndgerÀten können VR-Anwendungen aufgerufen werden?

Antworten
Tobias Schießl - 20. Februar 2020 | 15:04

Hallo Herr Schröder,
hierfĂŒr empfehle ich Ihnen unseren Download, wo Sie mehr Informationen zu möglichen EndgerĂ€ten finden. Er enthĂ€lt unter anderem Informationen zu Low End VR, Mobile VR und Full Feature VR, die allesamt AnsĂ€tze darstellen, um VR-Anwendungen aufzurufen.
Viele GrĂŒĂŸe,
Tobias Schießl

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