Mixed Reality

Die Verbindung einer digitalen Welt und der Wirklichkeit klingt futuristisch und wirkt wie aus einem Science-Fiction-Film. Die Wirklichkeit mit virtuellen Elementen zu erweitern ist jedoch heute schon Realität. Mixed Reality (MR) beschreibt eine Welt, die sich zwischen Realität und Virtualität befindet. Doch was genau kann man sich darunter vorstellen? Dieser Beitrag definiert diesen Begriff, stellt seine Anwendungsbereiche vor und erklärt den Unterschied zu Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR).

Abgrenzung zu anderen digitalen Realitäten

Neben Mixed Reality existieren zwei weitere Arten von digitalen Realit√§ten: Virtual Reality und Augmented Reality. Damit Sie ein besseres Bild von der ‚Äěvermischten Welt‚Äú haben k√∂nnen, erkl√§ren wir Ihnen zun√§chst die Begriffe VR und AR.

Virtual Reality ‚Äď In andere Welten eintauchen

Bei einer Virtual Reality versetzt sich der Nutzer in eine computergenerierte Welt, in die er vollst√§ndig eintaucht (auch Immersion genannt). Dies ist durch eine sogenannte VR-Brille m√∂glich. Die Brille ist geschlossen und besitzt ein Display, das direkt vor den Augen des Nutzers sitzt. Der Bildschirm zeigt dem Nutzer zwei- oder dreidimensionale Inhalte an. Dabei verschwindet die reale Umwelt komplett. Um die Immersion in die digitale Welt zu vervollst√§ndigen, passen sich die Inhalte den Bewegungen des Anwenders an. Dadurch hat er ein komplettes 360¬į-Erlebnis. Mit Controllern an beiden H√§nden kann der Nutzer auch digitale Elemente ver√§ndern.

Die Gear VR von Samsung

Abbildung 1: Die Gear VR von Samsung (Quelle: Samsung)

Die Gear VR von Samsung (Abb.1) ist eine VR-Brille, die mithilfe von Samsung Smartphones virtuelle Inhalte anzeigt. Daf√ľr legt der Nutzer sein Smartphone vorne ein, sodass sich der Bildschirm direkt vor den Augen des Tr√§gers befindet.

Augmented Reality ‚Äď Erweiterung der Realit√§t

VR ist durch die komplette Erstellung einer computergenerierten Welt am weitesten von der wahren Realit√§t entfernt. Der Nutzer befindet sich in einer digitalen Umwelt, bei der die reale Umgebung verschwindet. Augmented Reality steht der wahren Realit√§t am n√§chsten, da die Umwelt nur mit digitalen Objekten erweitert wird. Daf√ľr greift das Smartphone auf die Kamera zu, um eine Live-Version der Umgebung herzustellen. Der Bildschirm zeigt nun digitale Elemente an, die jedoch nicht auf Ver√§nderungen der wahren Umgebung reagieren.

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Das wohl bekannteste Beispiel ist das Spiel ‚ÄěPok√©mon Go‚Äú. Das Spiel zeigt Pok√©mons in der wahren Umgebung des Nutzers auf dem Smartphone-Bildschirm an. Die Fantasiewesen sind jedoch nicht in der Lage, ihre Umwelt wahrzunehmen und mit anderen Objekten zu interagieren. Ein Pok√©mon steht beispielsweise auf Ihrem Schreibtisch. Wenn Sie nun den Tisch verschieben, r√ľhrt sich das Pok√©mon nicht von der Stelle und schwebt in der Luft.

Mit MR digitale Elemente in der Wirklichkeit manipulieren

Nachdem wir nun die Begriffe VR und AR definiert und voneinander abgegrenzt haben, gehen wir zu einer genaueren Erl√§uterung von Mixed Reality √ľber. MR stellt eine √úberschneidung von Mensch, Umgebung und Computer dar. Doch was genau kann man sich darunter vorstellen?

Unterschiede zu VR und AR

Um √ľberhaupt eine Mischung aus echter und virtueller Welt zu erm√∂glichen, ben√∂tigt der Nutzer eine MR-Brille. Die Brille besitzt durchsichtige Gl√§ser, durch die der Tr√§ger seine Umwelt sieht und in denen sich auch das Display zur Anzeige der digitalen Elemente befindet. Jedoch zeigt eine MR-Brille, im Gegensatz zu einer VR-Brille, die reale Umgebung mit eingespielten digitalen Objekten. Also √§hnlich wie bei AR. Der Unterschied zu Augmented Reality liegt darin, dass der Anwender die Objekte ‚Äěmanipulieren‚Äú kann und au√üerdem kein Smartphone oder Tablet mit den H√§nden bet√§tigt.

Die Microsoft HoloLens

Abbildung 2: Die Microsoft HoloLens (Quelle: Microsoft)

Durch eine MR-Brille sehen Sie beispielsweise eine digitale Vase auf Ihrem Wohnzimmertisch stehen. Wenn Sie nun den Tisch in der Realität bewegen, bewegt sich die Vase in der Projektion Ihrer MR-Brille automatisch mit. Die Vase stellt sich auf die Umgebung, in der sie sich befindet, ein und agiert mit Ihnen. Sie wären auch in der Lage, die Vase zu nehmen und an einer anderen Stelle zu platzieren.

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VR stellt also eine komplette digitale Umwelt her, die keinerlei Objekte aus der echten Umgebung verwendet. Im Gegensatz zu Virtual Reality verbinden Augmented und Mixed Reality digitale Elemente mit der wahren Welt. Jedoch projiziert AR lediglich die virtuellen Objekte √ľber die reale Welt w√§hrend in MR die Objekte mit Ihnen interagieren.

Die Vielfältigkeit von MR

Mixed Reality ist geprägt von Microsoft im Zusammenhang mit Windows 10, obwohl der Begriff selbst seit etwa 1994 bekannt ist. Anfang des Jahres 2015 hat Microsoft, gemeinsam mit Windows 10, die HoloLens vorgestellt. Die MR-Brille stellt 3D-Objekte als Hologramme in der Realität dar. Die Objekte interagieren mit dem Träger und der Umwelt. Die Möglichkeiten scheinen dadurch beinahe grenzenlos zu sein.

Die Möglichkeiten der Microsoft HoloLens

Abbildung 3: Die Möglichkeiten der Microsoft HoloLens (Quelle: Microsoft)

Von einer Wetteranzeige √ľber dem Sofa, √ľber ein neues Spielerlebnis, bis hin zum interaktiven Videotelefonat: Die Brille erweitert die wahrgenommene Wirklichkeit, die sich irgendwo zwischen Realit√§t und Virtualit√§t befindet.

Mixed Reality im industriellen Kontext

Mixed Reality kann nicht nur im Alltag von Privatpersonen verwendet werden. Auch Unternehmen profitieren von MR. Der Trend geht immer mehr in Richtung digitale Realit√§ten. Gro√üe Konzerne verwenden bereits MR-Brillen, wie beispielsweise die Firma ThyssenKrupp. Die Brille zeigt Technikern bei der Reparatur von Aufz√ľgen notwendige Informationen direkt vor ihren Augen an, damit sie die Maschinen so effektiv wie m√∂glich reparieren k√∂nnen.

Verwendung der Microsoft HoloLens bei ThyssenKrupp

Abbildung 4: Verwendung der Microsoft HoloLens bei ThyssenKrupp (Quelle: Microsoft)

Der Autohersteller Renault setzt in Zukunft auf den Einsatz der MR-Brillen unter anderem zur Verbesserung der Qualit√§tskontrolle bei der Motorenmontage ein. Die digitalisierten Motorteile sind √ľber die MR-Brille in die reale Maschine integriert. Mitarbeiter k√∂nnen die Elemente ver√§ndern und bearbeiten. Au√üerdem sehen Qualit√§tskontrolleure Entscheidungshilfen, die sie durch komplexe Kontrollvorg√§nge leiten. Zurzeit arbeiten Qualit√§tskontrolleure mit auf Papier gedruckten Anleitungen.

Vermischte Realit√§ten in greifbarer N√§he f√ľr Sie

Auch wenn eine Mischung aus realer und virtueller Welt noch sehr futuristisch klingt, ist sie bereits f√ľr Privathaushalte und Unternehmen in Verwendung. Die Technologie bringt viele Vorteile mit sich, die die Arbeit vieler Firmen und den Alltag vereinfachen. Haben Sie weitere Fragen? Dann melden Sie sich doch gerne bei uns.


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