Leon Haar genannt Epping
 - 5. Mai 2021

Mobile Development Kit – Die vier wichtigsten Komponenten

Mobile Development Kit

Das Mobile Development Kit (MDK) bietet Ihnen einen schnellen Weg, Unternehmensanwendungen zu entwickeln. Mit dem MDK können Sie hybride Anwendungen (für Android und iOS) im SAP-Umfeld umsetzen. Was genau sich dahinter verbirgt und welche Benefits sich für Sie daraus ergeben, können Sie in meinem Beitrag zum Thema „Mobile Development Kit – Die Zukunft der Entwicklung mobiler Apps“ nachlesen. Im folgenden Beitrag verschaffen wir uns einen Überblick über die vier wichtigsten Komponenten des MDK und welche Aufgabe diese erfüllen.

1. Actions

Actions sind vorgefertigte Funktionen für die MDK-Anwendungen, wie z. B. OData Requests, Filterungsmöglichkeiten, die Navigation oder der Barcode Scanner. Sie brauchen diese allerdings nicht selbst schreiben, sondern können die Actions für den spezifischen Anwendungsfall konfigurieren und in der Page oder über Rules aufrufen.

2. Pages

Über Pages erstellen Sie das User Interface (UI). Es gibt verschieden Möglichkeiten, um Master-Details, Formulare oder Navigationsleisten zu erstellen. Für die Erstellung gibt es einen Layout-Editor, in dem Sie die verschiedenen Controls (z. B. Tabellen, Eingabefelder und Buttons) einfach auf die Seite ziehen können und deren Properties (Eigenschaften, um z. B. das Aussehen zu ändern) setzen können. Außerdem können Sie Actions für Events hinterlegen, damit diese durch Events getriggert werden. Im MDK steht zwar nicht die SAPUI5-Bibliothek zur Verfügung, aber dafür verfügt das MDK über eigene Controls, darunter z. B. auch ein Unterschriftenfeld oder ein optimiertes Foto-Upload-Control. Der Layout-Editor bietet eine gute Orientierung für das Design der zu erstellenden App, stellt aber nicht 1:1 dar, wie die Anwendung am Ende aussieht. Das liegt daran, dass es Unterschiede zwischen der Darstellung auf Android und iOS gibt. Die Darstellung des User Interface passt sich also an das Endgerät des Users an, damit dieser in seinen Nutzungsgewohnheiten nicht gestört wird.

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3. Rules

Rules sind JavaScript-Module, die MDK-Anwendungen eine eigene Logik hinzufügen können. Über Rules haben Sie die (einzige) Möglichkeit, ein Coding in die Anwendung zu bringen. Innerhalb einer Rule können Sie dann sowohl auf die NativeScript API zugreifen, als auch verschiedene Actions und andere Rules aufrufen. Für die Entwicklung können Sie entweder JavaScript-Coding verwenden oder mithilfe eines Bausteinsystems einige Basic-Funktionen zusammenstellen.

4. Globals

Globals sind Variablen, in denen Sie Werte speichern können. Sie stehen Ihnen in der gesamten Anwendung zur Verfügung. Es gibt drei feste Typen, nämlich Number, Boolean und String. Diese können Sie als Festwerte in den zuvor erwähnten Komponenten verwenden.

Fazit

Bei der App-Entwicklung mit dem MDK haben Sie die Möglichkeit, sowohl auf vorgefertigte Bausteine zuzugreifen als auch eigenen Code einzubringen. Das MDK bietet Ihnen einen guten Kompromiss: Mithilfe der vorgefertigten Funktionen sind Sie schneller in der Entwicklung. Gleichzeitig können Sie die Apps bis zu einem bestimmten Grad individuell an Ihren Use Case anpassen.

Tobias Schießl

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