Steffen Ryll
Steffen Ryll
 - 31. Januar 2019

Mixed Reality – was ist das eigentlich?

Wenn Sie auf diese Frage noch keine zufriedenstellende Antwort parat haben, sind Sie in guter Gesellschaft. Der Begriff Mixed Reality (MR) hat genau wie seine nahen technologischen Verwandten: Augmented Reality, Augmented Virtuality und Virtual Reality keine allgemein anerkannte Definition.

Selbst namhafte, global agierende Tech-Konzerne verwenden die Begriffe in Ihren Produkten und Marketing-Kampagnen recht irreführend. Wenn Sie die Chancen und Möglichkeiten für die Digitalisierung Ihres Unternehmens erkennen und auch kommunizieren wollen, lohnt sich ein genauerer Blick hinter die digitalen Realitäten.

Mixed Reality: Einordnung

Wenngleich die Technologien der digitalen Realitäten bereits seit mehr als 60 Jahren erforscht werden, begann eine Einordnung mit den gängigen Bezeichnungen erst in den 90iger Jahren. Noch Heute weitestgehend etabliert ist das Realitäts-Virtualitäts-Kontinuum, im Original: Virtuality Continuum (VC).

Virtuality Continuum

Demnach ist Mixed Reality ein Oberbegriff, der die Technologien Augmented Reality und Augmented Virtuality einschließt. Dabei wird klar, warum MR so viele Assoziationen besitzt und nur schwerlich eindeutig definiert und identifiziert werden kann.

Wenn nun aber konkret eine Technologie der vermischten Realität, nicht aber zum Beispiel der erweiterten Realität gemeint ist, wird von folgenden markierten Bereichen gesprochen.

Definitionslücken Mixed Reality

Mixed Reality: Definition

Die vermischte Realität vereint die Schnittmenge der Charaktereigenschaften der Spezialisierungen AR und AV und kann auf der Basis von Ronald T. Azumas Definitionen wie folgt beschrieben werden:

Mixed Reality kann als Kategorisierung eines Computersystems angesehen werden, wenn folgende Anforderungen erfüllt sind:

  1. Es kombiniert reale und virtuelle Elemente auf einzelnen oder mehreren Ebenen der Sinneswahrnehmung.
  2. Es arbeitet in Echtzeit und steht in Interaktion mit einem oder mehreren Nutzern.

Zur konrekten Abgrenzung von Augmented Reality entfallen die folgenden Charaktereigenschaften:

  • Eingebrachte virtuelle Elemente sind in einem Mindestmaß in der realen Umgebung registiert, sodass ein immersiver Eindruck entsteht
  • Der reale Anteil der Wahrnehmung überwiegt den virtuellen
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Mixed Reality: Beispiele

Das Head-Up Display (HUD) im Sinne des User-Interface aus dem Gaming-Sektor bietet eine grafische, oftmals zweidimensionale Überlagerung von Informationen über dem Sichtfeld eines Nutzers. Bekannt aus nahezu jedem Computerspiel zeigt es dem Nutzer repräsentativ seine Interaktionsmöglichkeiten und Statusinformationen an. Das Vorhandensein eines visuellen Interfaces in einem Computerspiel stellt für den Benutzer keine Frage dar, vielmehr wird es als Muss angesehen.

Schauen wir uns in der Realität um wären solche Informationen von genauso großem Nutzen. Ein sehr passendes Beispiel liefert BMW und deren Entwicklung von Motoradhelmen, die dem Fahrer ein entsprechendes HUD liefern und die Instrumente ohne Sichtkontaktverlust zur Straße verfügbar machen. [Was ist mit den HUDs die es schon in Autos gibt?]

Technologien wie Google Glass, RealWare HMT, Microsoft Hololens, ODG R-x und Magic Leap erlauben es, unterschiedlichste Informationen jederzeit dafür nutzen zu können schnellere und bessere Entscheidungen zu treffen. So kann üblicherweise jedes AR-System auch als MR-System genutzt werden. Der Vorteil des HUD liegt hier klar in der geringeren Komplexität, da die Registrierung der virtuellen Elemente im realen Raum nicht berücksichtigt wird aber dennoch hohen Nutzen verspricht. Der Nachteil ergibt sich aus dem Verlust der Vorteile von AR und AV.

Von der Theorie in die Industrie 4.0

In zukünftigen Blogbeiträgen berichte ich Ihnen die Vorteile von Mixed Reality gegenüber anderen Technologien und zeige Ihnen, das diese Technologie längst in unserer Realität Anwendung findet.




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