Felix Hasselwander
 - 1. September 2020

Warum die Energiebranche den Digitalen Wandel verschläft

Energiebranche

Bei zahlreichen Projekten mit Energieversorgern in den letzten Jahren konnten wir alamierende Tendenzen in der Digitalisierungsstrategie erkennen. Im Folgenden nehmen wir drei grundlegende Probleme unter die Lupe und was Sie dagegen tun sollten!

Am 2. September 2016 trat das „Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende“ in Kraft. Dieses Gesetz verpflichtet zum Ausstatten und zum Betrieb von intelligenten Messystemen, sogenannten Smart Meter.  Dadurch entstehen viele Potentiale und mögliche Synergien, die allerdings oftmals nicht vollständig ausgeschöpft werden.

Konkurrenz ist unabdingbar

Die Digitalisierung ist Fluch und Segen zugleich. Zwar bietet sie viele neue Möglichkeiten, allerdings verlieren traditionelle Geschäftsmodelle zunehmend an Bedeutung. Auf der anderen Seite bilden sich neue evolutionäre Geschäftsmodelle durch neue Wertschöpfungsketten. Diese neuen Geschäftsfelder bieten zusätzliche Erlösmöglichkeiten bei geringem Risiko, können allerdings auch von Unternehmen aus anderen Sektoren erkannt und erschlossen werden. Es gilt daher für Energieversorger, die eigenen Stärken wie regionale Nähe sowie die Nähe zum Kerngeschäft auszunutzen.

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Win-Win-Situationen für alle Beteiligten

Energieversorger verfügen über fundierte Erfahrungen im Aufbau und Betrieb von komplexer Infrastruktur. Dies gilt es auch im Zeitalter der Digitalisierung weiter zu festigen. So gewinnt beispielsweise die dezentrale Stromerzeugung durch erneuerbare Energien stetig an Bedeutung, allerdings ist der Wertschöpfungsanteil für Energieversorger nur bei rund 30%.

In einer solchen Situation ist eine Kooperation mit anderen Unternehmen zwingend notwendig. Auch neue Geschäftsfelder fernab der traditionellen sequenziellen Wertschöpfung (Lieferant-Abnehmer-Beziehung) fordern Kooperationen von Unternehmen, damit alle Beteiligten sich auf ihre jeweiligen Stärken konzentrieren können. Deshalb ist es nicht sinnvoll, die gesamte Wertschöpfung digitaler Geschäftsmodelle im eigenen Unternehmen zu behalten. Dennoch kooperieren viele Energiezulieferer bisher nur mit Stadtwerken oder anderen Energiezulieferern. Diese Kooperationen sind entstanden aufgrund der räumlichen Nähe, sowie der Nähe der Geschäftsfelder zwischen Stadtwerken und Energiezulieferern. Allerdings ist ein Umdenken dringend notwendig und es müssen neue Kooperationen eingegangen werden!

Marktpotentiale werden von der Konkurrenz geschöpft

Viele Unternehmen erkennen die aktuellen Potentiale der Digitalisierung und der entstandenen Geschäftsfelder. So werden vermutlich weiter Marktakteure ihre Chance in Vertrieb und Kundengeschäft nutzen und so zur Konkurrenz werden. Insbesondere die Einführung des digitalen Messwesens bietet viele neue Möglichkeiten wie tageszeitabhängige Bepreisung und Datenauswertung zur Energieoptimierung. Außerdem ist die Integration in den stetig wachsenden Smart-Home/Building- und Smart-Mobility-Markt ein Thema. Dieses Geschäftsmodell ist allerdings nahe am Kerngeschäft der Energieversorger und kann so durch entsprechende Unternehmenskooperationen effizient erschlossen werden. Hierbei ist allerdings die Zeit ein entscheidender Faktor.

Fazit

Jedes Unternehmen kämpft mit dem Tempo der fortschreitenden Digitalisierung und dem daraus resultierenden disruptiven Wandel. Daher gilt es umso mehr, sich auf seine Stärken zu konzentrieren und Synergien einzugehen. Dabei helfen kompetente Partner, die eigene IT zu unterstützen, wo diese aufgrund des rapiden Zuwachses an Aufgaben, Auflagen und Möglichkeiten an die Leistungsgrenze geht. Desweiteren bringen IT-Dienstleister zusätzliches Wissen und Erfahrung in Ihr Unternehmen und ebnen so den Weg in die Digitalisierung.

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Darüber hinaus können wir Ihre eigene IT in enger Zusammenarbeit z. B. beim Support unterstützen. So können Sie sich auf Ihre Stärken konzentrieren und bleiben der Konkurrenz immer einen Schritt voraus.



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