Tobias Schießl
 - 15. Mai 2020

Big Data in der Energiewirtschaft:
Wie Sie Daten für Ihren Wettbewerbsvorteil nutzen

Ein umkämpfter Markt, wechselbereite Kunden und starke Regularien: Wer in der Energiewirtschaft arbeitet, kann ein Lied davon singen. In dieser Branche ist es besonders schwer, sich vom Wettbewerb abzuheben und Kunden zu halten. Eine Lösung dafür kann die Nutzung von Big Data sein. Da aber oft nicht klar ist, was genau sich hinter dem Buzzword verbirgt, bleiben Potentiale ungenutzt, beispielsweise bei der Entwicklung neuer Produkte. Zusätzlich hemmt das Thema Datenschutz viele Unternehmen, Big Data einzusetzen. In diesem Beitrag erfahren Sie, welche konkreten Einsatzmöglichkeiten für Big Data in der Energiewirtschaft möglich sind und wie Ihre Kunden – und damit auch Sie – davon profitieren.

Big Data: Mit Datenanalyse Erkenntnisse gewinnen

Big Data geistert als Buzzword durch das Netz, seitdem die Digitalisierung richtig Fahrt aufgenommen hat. Je mehr Prozesse digital abgebildet werden und je mehr digitale Kommunikation erfolgt, desto mehr Daten entstehen. Insbesondere seitdem Maschinen direkt über verschiedene Schnittstellen miteinander sprechen, ist die Datenmenge nochmals angestiegen. Ein weiterer Faktor ist außerdem das Internet of Things mit seinen Sensoren, die Maschinen überwachen und in nahezu Echtzeit Daten liefern.

Aber Daten allein bringen noch keinen Mehrwert. Erst durch eine Analyse können Erkenntnisse daraus gezogen oder Prognosen für die Zukunft abgeleitet werden. Aufgrund der enormen Datenmengen, werden hierfür moderne IT-Systeme benötigt, die speziell für Big-Data-Analysen ausgelegt sind und über klassische Datenbanken hinausgehen. Das Ganze lässt sich auf Wunsch auch mit weiteren Trends der Digitalisierung wie beispielsweise künstlicher Intelligenz kombinieren. Die Analyse der Daten ist aber oft gar nicht so einfach, insbesondere ohne das passende Ziel. Richtig eingesetzt, können Big-Data-Analysen aber einen großen Mehrwert für Unternehmen darstellen und so auch einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil verschaffen.

Welche Rolle spielt Big Data in der Energiewirtschaft?

Apropos Wettbewerbsvorteil: Gerade in der Energiewirtschaft spielt dieser eine entscheidende Rolle. Der Markt ist umkämpfter denn je, da neue Wettbewerber in den Markt eintreten, Kunden höhere Ansprüche stellen und die Wechselbereitschaft steigt. Entsprechend gilt es gerade in der Energiewirtschaft, hier die Vorteile von Big Data zu nutzen und sich so von anderen abzuheben.

Big Data Energiewirtschaft

Auf der anderen Seite ist auch zu beachten, dass die Energiewirtschaft eine sehr stark regulierte Branche ist. Entsprechend muss sorgsam geprüft werden, ob die Daten, die Sie in Ihre Analyse einbeziehen wollen, überhaupt zusammengeführt werden dürfen. Hier gibt es leider keine pauschale Antwort, sodass von Fall zu Fall entschieden werden muss, was gesetzlich zulässig ist und was nicht. Hier lohnt es sich, auf die Expertise von Experten zurückzugreifen. Damit sparen Sie Zeit und kommen schneller zum Ziel.

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Wie können Unternehmen Big Data konkret einsetzen?

Erfassen können Sie grundlegend viele Daten aus unterschiedlichsten Bereichen. So können Sie beispielsweise Kunden-, CRM- oder Verhaltensdaten erfassen, um so Auffälligkeiten zu erkennen und Rückschlüsse abzuleiten. Damit können Sie mitunter das Abwandern von Kunden zu Konkurrenten verhindern oder passende Zeitpunkte ableiten, um Kunden neue Tarife anzubieten. Ersteres hilft Ihnen dabei, Risiken für Ihr Unternehmen zu reduzieren, während letzteres Sie dabei unterstützt, Ihre Position am Markt zu festigen. Wie Sie sehen, sind also auch die Ziele hinter einer Big-Data-Analyse in der Energiewirtschaft sehr vielfältig.

Zudem erlaubt Big Data es Ihnen, vollkommen neue Produkte und Dienstleistungen anzubieten, insbesondere seitdem Smart Home und Smart Meter immer weiter verbreitet sind. Warum unterstützen Sie Ihre Kunden nicht in Form eines Dashboards zur Echtzeit-Überwachung der Verbrauchsdaten? Damit helfen Sie ihnen, eigene Einsparpotentiale aufzudecken steigern so die Kundenzufriedenheit. Bieten Sie solche Produkte auch noch über eine mobile App an, können Sie direkt mehrere Trends der Digitalisierung miteinander kombinieren.

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Big Data unterstützt Sie auch im Bereich der dezentralen Energieversorgung. Virtuelle Kraftwerke beispielsweise erzeugen ebenfalls eine Vielzahl an Daten. Dazu zählen unter anderem Erzeugungsdaten, Verbrauchsdaten und Speicherkapazitäten. Eine effiziente Verwaltung und damit auch Nutzung solcher virtuellen Kraftwerke ist nur dann möglich, wenn Sie die anfallenden Daten sammeln und zur gezielten Steuerung der virtuellen Kraftwerke heranziehen. Im Idealfall automatisieren Sie dabei auch möglichst viel, um die Effizienz weiter zu steigern.

Digitalisierung vorantreiben und Potentiale nutzen

Eins ist sicher: Big Data ist kein Trend, der vorübergeht und wird uns daher auch in Zukunft weiter begleiten. Es lohnt sich also, sich mit dem Thema zu beschäftigen und die passenden Schlüsse für das eigene Unternehmen daraus zu ziehen. Dieser Beitrag hat nur einen Bruchteil dessen angesprochen, was Sie mit Hilfe von Big Data in der Energiewirtschaft alles anstellen können. Das Potential ist nahezu grenzenlos und mit der richtigen Strategie können Sie dieses schnell für sich nutzen!

Haben Sie bereits Erfahrungen mit Big Data gemacht? Möchten Sie gerne in das Thema einsteigen, wissen aber noch nicht, wo Sie anfangen sollen? Ich freue mich auf den Austausch mit Ihnen. Gerne unterstütze ich Sie auch dabei, die Potentiale von Big-Data-Analysen für Ihr Unternehmen aufzudecken und in die Praxis umzusetzen. Schreiben Sie mir doch direkt hier oder rufen Sie durch unter: 0211 946 285 72-55.

Tobias Schießl

Tobias Schießl

Mein Name ist Tobias Schießl und ich bin begeisterter SAP Consultant im Bereich Mobility. Gerne unterstütze ich Sie bei den Themen mobile Infrastrukturen und App-Entwicklung mit SAPUI5 oder Neptune.

Sie haben Fragen? Kontaktieren Sie mich!



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2 Kommentare zu "Big Data in der Energiewirtschaft:
Wie Sie Daten für Ihren Wettbewerbsvorteil nutzen"

Daniel Schröder - 18. Mai 2020 | 12:20

Hallo Herr Schießl,

zunächst einmal möchte ich mich für diesen aufschlussreichen Beitrag bedanken! Vielen Unternehmen ist es gar nicht bewusst, wie viel Potenziale aus Daten geschöpft werden können. Mir stellt sich allerdings noch die Frage, welche Tools Ihrer Ansicht nach für die Datenanalyse und -auswertung geeignet sind?

Liebe Grüße

Daniel Schröder

Antworten
Tobias Schießl - 19. Mai 2020 | 13:17

Hallo Herr Schröder,

vielen Dank für Ihre Nachfrage. Wie so häufig ist die Antwort natürlich nicht ganz einfach und sehr vom konkreten Fall abhängig. Das eine Tool, das für alle Szenarien passt, kann ich Ihnen leider nicht guten Gewissens empfehlen. Fragen, die dabei relevant sind, sind unter anderem:
– Wie weit soll denn die Analyse gehen?
– Was für Daten liegen vor oder sollen erfasst werden?
– Was für Einsichten sind erwünscht und wie sollen diese genutzt werden?

Im Grunde kann man bei der Datenanalyse von „Ich lass mir mal ein paar Diagramme in Excel anzeigen“, bis hin zu „Ich trainiere mir ein KI-Modell, dass eigenständig Entscheidungen trifft“ quasi stufenlos in der Komplexität variieren. Dementsprechend ändern sich auch die Tools und notwendigen Skills erheblich.

Anbieter gibt es jede Menge, ebenso wie Vergleiche von gängigen Big Data Analytics Tools mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen.

Interessant ist dabei auch oft, was ggf. auch bereits im Einsatz ist und nur passend erweitert werden muss. Nutzen Sie beispielsweise bereits die SAP Cloud Platform, könnte die SAP Analytics Cloud eine Lösung sein. Ist Salesforce im Einsatz, wäre Einstein möglicherweise eine gute Lösung.

Haben Sie ein konkretes Szenario im Sinn, welches für Sie interessant ist? Falls ja können wir uns auch gerne unverbindlich hierzu austauschen, sodass ich auch eine konkretere Empfehlung aussprechen kann.

Viele Grüße,
Tobias Schießl

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