Tobias Schießl
 - 4. November 2020

3 Gründe für mobile Lösungen in der Instandhaltung

Die Einführung und der Betrieb von mobilen Lösungen sind mit Aufwand und Kosten verbunden. Daher scheuen viele Unternehmen, auf Mobilgeräte für ihre Instandhaltungsprozesse umzusteigen. Stehen Kosten und Nutzen im Verhältnis und lohnt sich ein Umstieg überhaupt? In diesem Beitrag erfahren Sie drei Gründe, warum Sie trotz Investitionen auf diesen Zug aufsteigen sollten.

Mobile Buchungsmöglichkeiten sind überall dort gefragt, wo der Mitarbeiter vor Ort Informationen erfassen muss – weit weg von einem Desktop-PC. Um sich Laufwege zu sparen, wurde bisher in der Instandhaltung oft auf Papier zurückgegriffen – was viele Nachteile mit sich bringt. Sie können die Produktivität Ihrer Instandhaltung steigern, indem Sie mobile Endgeräte direkt über WLAN mit einem SAP-System verbinden und die Transaktionen vor Ort durchführen. Warum das so ist, erfahren Sie im Folgenden.

1. Sie verschlanken Ihren Instandhaltungsprozess

In einem traditionellen papierbasierten Instandhaltungsprozess – wie z. B. einer Wartung oder einer Reparatur – gibt es typischerweise viele verschiedene Schritte. Zunächst wird ein Auftrag im SAP-System erstellt und freigegeben und ausgedruckt. Dieser Auftrag wird an den entsprechenden Techniker verteilt. Der Techniker fährt nun zum Einsatzort und führt die Wartung durch. Dann erfasst er auf dem Papierformular die Rückmeldedaten und kommt zurück zum Stützpunkt. Oft passiert das nicht direkt, sondern erst am Ende der Woche oder eines Tages, weil der Techniker erst mehrere Aufträge durchführt. Der Zettel wird abgelegt oder eingescannt und ein Mitarbeiter im Innendienst erfasst die Daten im SAP-System. Danach erfolgt die Abrechnung.

Sie sehen, worauf ich hinaus möchte: Das sind ganz schön viele umständliche Schritte und Wege. Mit einer mobilen Lösung kann der Techniker die Daten sofort vor Ort erfassen und rückübermitteln. Er muss nicht mehr extra zum Stützpunkt fahren – weder zur Auftragsannahme noch zur Rückgabe. Außerdem gibt es keine Zeitverzögerung, weil die Daten sofort im SAP-System zur Verfügung stehen.

In einem konkreten Fall bei einem regionalen Energieversorger konnten durch die Einführung einer mobilen Lösung mehr als zwei Stunden unproduktive Zeit pro Woche eingespart werden. Das macht eine höhere Produktivität der Mitarbeiter um mehr als fünf Prozent.

2. Sie verringern Ihre Fehlerquote

Durch den Wegfall der Doppelerfassung von Daten (also zunächst auf Papier und dann die Übertragung ins System) vermeiden Sie Medienbrüche und verringern so Ihre Fehlerquote. Jedes Mal, wenn Daten manuell übertragen werden, besteht ein Risiko, dass sich Fehler einschleichen. Dass Fehler Zeit und Geld kosten, muss ich hier nicht erwähnen. Zusätzlich reduzieren Sie dadurch auch Ihre Erfassungszeiten. Um ein konkretes Beispiel zu nennen: Ein mittelständisches Unternehmen im Maschinenbau mit 100 Technikern und zwei Aufträgen pro Tag und Techniker erreichte durch den Wegfall der Doppelerfassung eine Arbeitszeitersparnis von über 4.000 Stunden pro Jahr im Innendienst.

3. Sie sparen Zeit und Geld

Neben der Zeit, die Ihre Mitarbeiter durch wegfallende Wege (siehe Punkt eins) und wegfallende Erfassungen (siehe Punkt 2) einsparen, gibt es ein weiteres, ganz simples Einsparungspotenzial: Die Kosten für Papier und Drucker. Diesen Kostenfaktor sollten Sie nicht unterschätzen, wie folgendes Beispiel zeigt: Ein Kunde aus der Transportbranche hat vor der Einführung einer mobilen Lösung jährlich 750.000 Auftragszettel in den regionalen Stützpunkten gedruckt. Durch die Umstellung auf eine mobile Smartphone-Lösung wurden neben dem Papier auch die Hardware und die Wartung für 200 Drucker eingespart.

Wie Sie herausfinden, ob sich ein Umstieg auf mobile Anwendungen für Sie lohnt

Jedes Unternehmen muss individuell entscheiden, ob und in welchem Umfang die Einführung einer mobilen Lösung für die Instandhaltung von Nutzen ist. Dafür sollten Sie zunächst Ihren Status quo analysieren. Faktoren, von denen der Nutzen einer Einführung abhängt, sind unter anderem die Anzahl der Mitarbeiter im Außendienst, die Anzahl der Vorgänge pro Mitarbeiter pro Tag, die inhaltliche Planbarkeit der Vorgänge sowie das Verhältnis von Innen- zu Außendienstmitarbeitern. Daraus ergibt sich dann auch die Auswahl eines Lösungsansatzes (standard vs. individuell, online vs. offline, Cloud vs. On-Premises) sowie der Scope für das Einführungsprojekt.

Es gibt z. B. die Möglichkeit, auf eine fertige App-Lösung für Ihre Instandhaltung zurückzugreifen. Das hat den Vorteil, dass keine mobile Lösung extra für Sie entwickelt werden muss und spart somit Zeit und Kosten. Hier können Sie sich über fertige Apps im Bereich Instandhaltung informieren:

App „Instandhaltungsauftrag anlegen“ für SAP

Mit dieser simplen App können Sie die angelegten Schadensmeldungen einsehen, sortieren, anpassen und Instandhaltungsaufträge daraus erstellen.

App für SAP: Instandhaltungsaufträge bearbeiten und zurückmelden

Mit unserer App können Ihre Instandhaltungsmitarbeiter ihre Zeiten und benötigten Materialien überall und jederzeit mit ihrem mobilen Endgerät zurückmelden.

App „Instandhaltungsmeldung anlegen“ für SAP

Mit dieser simplen App „Instandhaltungsmeldung anlegen“ sparen Sie unnötige Laufwege & dokumentieren die Mangelmeldungen genau dort, wo sie auffallen.

Wartungsprotokolle digitalisieren: Mobile Instandhaltungs-App für SAP PM

Mit der Instandhaltungs-App für SAP können Sie Instandhaltungs- und Wartungsprotokolle vollständig und digital erfassen.

Wenn Sie Fragen dazu haben, melden Sie sich gerne bei mir. Ich unterstütze Sie – z. B. in einer Websession gerne dabei, unverbindlich zu beurteilen, wie eine mobile Lösung für Sie aussehen könnte. Schreiben Sie mir einfach eine E-Mail an info@mission-mobile.de oder hinterlassen Sie einen Kommentar!

Tobias Schießl

Tobias Schießl

Mein Name ist Tobias Schießl und ich bin begeisterter SAP Consultant im Bereich Mobility. Gerne unterstütze ich Sie bei den Themen mobile Infrastrukturen und App-Entwicklung mit SAPUI5 oder Neptune.

Sie haben Fragen? Kontaktieren Sie mich!



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