Christopher Jahn
 - 30. Juni 2017

Mobile Instandhaltung – Ist das ratsam?

Smartphone Apps

Die Hauptaufmerksamkeit von Digitalisierungsprojekten erhalten häufig die Wertschöpfenden Prozesse eines Unternehmens. Vergessen wird allerdings, dass ohne eine gut funktionierende Instandhaltung kaum eine effiziente Produktion möglich ist.

In den letzten Jahren ist auch die Instandhaltung sukzessive in das Visier der „Digitalisierer“ geraten. Erfahrungsgemäß herrscht im Bereich der Instandhaltung eine gesunde Skepsis gegenüber dem Einsatz neuer Technologien.

Instandhalter handeln meist reaktiv auf Meldungen aus der Produktion. Falls es also zu Stoßzeiten zu einer erhöhten Anzahl von Meldungen oder sogar zu einem ungeplanten Ausfall kommt, können sich die Kosten, die dadurch entstehen sehr schnell aufaddieren und große Summen erreichen. Zu dem steigt die Wahrscheinlichkeit für Ausfälle durch schlechte Kommunikation und mangelnde Vernetzung innerhalb der einzelnen Teams.

Wie sollten Sie eine mobile Lösung begründen?

Der beste Weg, um einen Einsatz von mobilen Technologien in der Instandhaltung zu begründen, ist zu vergleichen wie Kerntätigkeiten jetzt ausgeführt werden und wie diese mithilfe einer mobilen Technologie ausgeführt werden könnten. Im Folgenden möchte ich Ihnen 3 Tätigkeiten vorstellen, bei denen Sie durch eine Mobilisierung Zeit und somit auch Geld sparen können.

  1. Aktueller Bestand von Ersatzteilen

    Unstimmigkeiten im Ersatzteilbestand gehören zum größten Alptraum eines jeden Instandhalters. Zum Glück lassen sich diese Situationen relativ einfach vermeiden.
    Wenn durch den Einsatz von mobilen Geräten Entnahmen direkt in die Bestandsführung übernommen werden, kann jeder Kollege in der Instandhaltung live den aktuellen Bestand eines jeden Ersatzteils einsehen. So können zum einen unnötige Laufwege und zum anderen eine optimale Ersatzteilversorgung gewährleistet werden.

  2. Wartungsplanung

    Im Vorfeld eingeplante Wartungsarbeiten können direkt auf einem mobilen Endgerät eingesehen werden. So bleiben Mitarbeiter in der Instandhaltung während der Arbeiten in einer Produktionsanlage immer auf dem aktuellen Stand. Außerdem können Techniker in Echtzeit Updates oder Push-Benachrichtigungen über wichtige Meldungen oder Wartungsaufträge erhalten.
    Allerdings wird sich die reaktive Rolle der Instandhaltung auch durch eine mobile Lösung nicht komplett zu einer proaktiven Arbeitsweise ändern. Eine mobile Lösung hilft jedoch bei der Kommunikation untereinander und bei der effizienten Zuordnung von Aufgaben auf die einzelnen Teams.

  3. Für Arbeiten ohne mobilen Zugriff auf das Instandhaltungssystem wird erfahrungsgemäß häufig ein zentrales Terminal eingesetzt, welches von den Mitarbeitern in regelmäßigen Abständen zur Dateneingabe und -abfrage genutzt wird. Oft werden auch noch papierbasierte Tätigkeiten durchgeführt. Diese werden dann im Anschluss abgetippt und im System erfasst.

    Mit einem mobilen Endgerät hingegen, erfassen die Mitarbeiter Daten direkt auf dem Gerät und somit direkt im System. So wird unnötiges Papier und doppelte Arbeit vermieden. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil ist weiterhin, dass alle Daten direkt im System verfügbar sind.
    Gerade mit modernen Geräten zur mobilen Datenerfassung können auch Fotofunktionen zur Meldungserstellung oder eine Dokumentenanzeige genutzt werden. So können beispielsweise Explosionszeichnungen, Stücklisten oder häufige Fehlerbilder einer Produktionsanlage direkt auf dem mobilen Gerät abgerufen werden. Mit diesen Informationen erleichtern Sie die tägliche Arbeit Ihrer Mitarbeiter enorm.

Mobile Instandhaltung – Ist die Einführung einer Lösung also sinnvoll?

Wenn Manager vor der Entscheidung stehen, ob eine mobile Lösung eingeführt werden soll oder nicht, besteht häufig die Angst davor, dass durch den Preis der Lösung die komplette Instandhaltung zu einem noch größeren Kostenfaktor für das Unternehmen wird.

Anhand der oben genannten Vorteile wird schnell klar, dass eine mobile Lösung die Arbeiten in der Instandhaltung komfortabler, effizienter und vor allem besser macht! Zusätzlich erhalten Sie komplett neue Möglichkeiten der Datenanalyse und Auswertung mit immer aktuellen Livedaten in Ihrem System. Mit aktuellen Daten ist außerdem der erste Schritt in Richtung „Predictive Maintenance“ getan.

Christopher Jahn

Mein Name ist Christopher Jahn und ich bin begeisterter SAP Consultant bei mindsquare. Wie meine Kollegen habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht.

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