Tim Lutz
 - 13. Mai 2015

SAP Lean-WM: Lagerverwaltung

Mobile Datenerfassunng in der SAP Logistik

In diesem Blogeintrag möchte ich Ihnen die SAP Anwendung LE-WM in der Ausführung SAP Lean-WM vorstellen. In den nächsten Wochen folgt ein Blogeintrag zum Einsatz der vollen SAP WM Anwendung.

Ein Lean-WM geführtes Lager zeichnet sich dadurch aus, dass nicht die komplette Funktionalität eines vollen Warehouse Managementsystems benötigt wird, aber der Wareneingang und der Warenausgang mithilfe von Transportaufträgen gesteuert werden. Der Bestand wird hier, identisch zur Bestandsführung mit SAP MM-IM, nur auf Lagerortebene geführt.
Angemerkt sei an dieser Stelle, dass ein Lean-WM geführtes Lager die Lösung für eine Anbindung eines externen Systems zur Lagerplatzverwaltung an Ihr SAP-System sein kann.
Falls Sie mehrere Lager mithilfe von SAP führen möchten, ist es möglich diese verschieden zu führen. Das bedeutet beispielsweise, dass sie in einem Lager die volle WM-Anwendung einsetzen, in einem kleineren Lager aber nur die Lean-WM Anwendung.

Die wichtigen Bereiche in einem Lean-WM geführten Lager sind der Wareneingangsprozess, die Kommissionierung und der Warenausgangsprozess. Diese Prozesse werden durch die Erstellung von Transportaufträgen maßgeblich unterstützt.
Im Gegensatz zu einem Einsatz der kompletten SAP-WM Anwendung müssen Transportaufträge in einem Lean-WM geführten Lager nicht quittiert werden. Somit werden Materialien auch nicht auf Lagerplatzebene fortgeschrieben.

Vorteile einer Lean-WM Lösung:

  • Die Verfügbarkeit von Transportaufträgen bilden den größten Vorteil eines Lean-WM geführten Systems gegenüber eines MM-IM geführten Lagers.
    Mit Transportaufträgen ist es beispielsweise möglich den Wareneingang und den Warenausgang besser auszulasten, indem die Transportaufträge als Aufträge an die Mitarbeiter übergeben werden können. So ist eine Arbeitsaufteilung möglich und der Prozess besser kontrollierbar.
  • Zusätzlich zum Warenein- und Warenausgang können Transportaufträge in der Kommissionierung als Picklisten dienen. In einem SAP Lean-WM geführten Lager können
  • Im Warenausgang können Lieferungen als Transportaufträge abgebildet werden.
  • Geringerer Implementierungsaufwand im Gegensatz zu einem im vollen Umfang genutzten SAP WM.

Die Nachteile sind:

  • Eine Mengenverwaltung auf Lagerplatzebene ist nicht möglich. In einem Lean-WM geführten Lager werden die Bestände nicht auf Lagerplatzebene fortgeschrieben. Bestände können nur auf Lagerortebene verwaltet werden.
  • Aufgrund des Einsatzes von Transportaufträgen ist die Komplexität gegenüber eines MM-IM geführten Lagers höher.
  • Da ein SAP Lean-WM geführtes Lager nur die Lagerung auf Festplätzen unterstützt, ist keine Optimierung der Lagerplatzstruktur möglich.

Falls Ihnen eine Bestandsführung auf Lagerortebene genügt, sie aber gleichzeitig die Vorteile der Transportaufträge nutzen möchten, kann eine Bestandsführung mit SAP Lean-WM die für Sie richtige Lösung sein.
Sehen Sie sich zum Thema Bestandsführung auch den Blogeintrag zur Bestandsführung mit SAP MM-IM an!

Sind Sie sich noch unsicher oder benötigen weitere Informationen zu SAP Lean-WM?
Hinterlassen Sie einen Kommentar oder kontaktieren Sie uns per Mail oder Telefon.

Tim Lutz

Mein Name ist Tim Lutz und ich bin der Fachbereichsleiter von Mindlogistik. Ich beschäftige mich schon seit vielen Jahren mit Logistiklösungen im SAP Umfeld.

Sie haben Fragen? Kontaktieren Sie mich!




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Ein Kommentar zu "SAP Lean-WM: Lagerverwaltung"

Wigald Erntenheim - 19. Mai 2015 | 14:05

Hallo Herr Lutz,

vielen Dank für diesen interessanten Beitrag. Endlich werden sowohl Vor- als auch Nachteile beleuchtet. Das hilft uns sehr bei der Bewertung.

Herzliche Grüße
W. Erntenheim

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